Fast jeder Impuls enthält eine Extension: eine seiner drei Antriebswellen ist deutlich verlängert und zeigt ihre eigene, klar erkennbare Fünf-Wellen-Unterteilung. Wer weiß, welche Welle sich streckt, kann den weiteren Verlauf erstaunlich präzise vorhersagen.
Eine Extension ist eine Antriebswelle mit übertrieben ausgeprägten Unterteilungen. Die meisten Impulse enthalten genau in einer ihrer drei Antriebswellen (1, 3 oder 5) eine solche Verlängerung — die übrigen Wellen bleiben vergleichsweise klein.
Die Extension tritt in genau einer der drei Antriebswellen auf. Wählen Sie unten — der Chart zeigt, wie sich die jeweilige Welle verlängert und in fünf Teilwellen unterteilt. In Aktien ist die Welle-3-Extension am häufigsten.
Eine wichtige Beobachtung: in aller Regel verlängert sich nur eine der drei Antriebswellen. Das ist kein Zufall, sondern ein nützlicher Hinweis — denn es erlaubt Rückschlüsse auf die noch ausstehenden Wellen.
Sind Welle 1 und Welle 3 etwa gleich lang, ist die Extension oft noch nicht erfolgt — dann wird häufig Welle 5 zur verlängerten Welle. Streckt sich dagegen Welle 3, werden Welle 1 und Welle 5 meist annähernd gleich lang.
Manchmal sind die Teilwellen der Extension fast so groß wie die übrigen vier Wellen des Impulses. Dann zählt man statt fünf scheinbar neun gleich große Wellen. Schieben Sie den Regler und beobachten Sie, wie aus fünf neun werden.
Wenn neun Wellen ähnlicher Größe erscheinen, ist es manchmal schwer zu sagen, welche Welle sich gestreckt hat. Das ist aber meist unerheblich: im Elliott-System haben eine Zählung von neun und eine von fünf dieselbe technische Bedeutung — beide bilden eine vollständige Antriebsbewegung.
Genau deshalb ist es so wichtig, Extensions zu kennen: Sie verhindern Fehlzählungen, wenn ein Markt mehr als die „erwarteten" fünf Wellen zeigt.
Weil sich typischerweise nur eine Welle streckt, lässt sich aus den bereits abgeschlossenen Wellen ableiten, was zu erwarten ist. Stellen Sie das Verhältnis von Welle 1 zu Welle 3 ein — die Prognose für Welle 5 passt sich an.
Die Faustregel: Hat sich Welle 3 noch nicht klar gestreckt (Welle 3 ≈ Welle 1), dann ist die Extension oft noch „offen" — Welle 5 wird zum wahrscheinlichen Kandidaten. Hat sich Welle 3 bereits deutlich gestreckt, ist die Extension „verbraucht" — Welle 5 bleibt meist klein und ähnelt Welle 1.
Drei Beobachtungen, die jede Impulszählung erleichtern.
Die Extension tritt in genau einer der Antriebswellen 1, 3 oder 5 auf — fast nie in mehreren.
Eine Extension kann neun ähnlich große Wellen erzeugen. Technisch bleibt es eine vollständige Antriebsbewegung.
Welche Welle sich streckt, verrät die Längen der übrigen. W3-Extension → W1 ≈ W5.